Hans-Kilian-Preis

Der Hans-Kilian-Preis für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation war eine Initiative der Köhler-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Der mit 80.000 € dotierte Preis wurde zwischen 2011 und 2019 in einem Turnus von zwei Jahren ausgelobt und würdigte exzellente wissenschaftliche Leistungen, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermitteln.
Mit dem Preis sollten insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die Grenzen zwischen Disziplinen und Kulturen kreativ überschreiten und produktive Synthesen zwischen bislang isolierten Wissensgebieten schaffen.



Hans-Kilian Preis für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation
Offizielle Mitteilung


Im Namen der Köhler-Stiftung teilen wir mit, dass der Stiftungsvorstand beschlossen hat, die Vergabe des Hans-Kilian-Preises einzustellen.
Die fünf Preisträger*innen in den vergangenen zehn Jahren waren Hartmut Böhme (2011), Hans Joas (2013), Jessica Benjamin (2015), Jaan Valsiner (2017) und Ashis Nandy (2019).
Das Kilian-Köhler-Centrum (KKC) bedauert die aus ökonomischen Gründen notwendig gewordene Entscheidung des Vorstands. Wir danken der Köhler-Stiftung jedoch sehr für die auch in dieser Angelegenheit außerordentlich produktive Zusammenarbeit und für das in uns gesetzte Vertrauen.


Die Arbeit des Preiskollegiums und der Jury, die feierliche Vergabe des Preises sowie das damit verbundene wissenschaftliche „Preisträgerkolloquium" wurden vom KKC koordiniert. Wir sind dankbar, dass wir durch dieses Engagement nicht nur zum Renommee der für ihr herausragendes Lebenswerk geehrten Wissenschaftler*innen, sondern auch der Ruhr-Universität Bochum, namentlich der Fakultät für Sozialwissenschaft, sowie der Köhler-Stiftung haben beitragen dürfen.

Das KKC wird sich auch künftig für die Förderung exzellenter Sozial- und Kulturwissenschaftler*innen einsetzen und bemüht sein, neue entsprechende Initiativen zu entwickeln.
 

Im Januar 2020,
Prof. Dr. Jürgen Straub und Dr. Pradeep Chakkarath
(Direktorium des KKC)

 

Hans Kilian Award of Merit for Research and Advancement of Metacultural Humanisation
Official announcement

 

On behalf of the Köhler Foundation, we would like to announce that the Foundation’s Board of Trustees has decided to discontinue the awarding of the Hans Kilian Prize.
The five prizewinners over the past ten years were Hartmut Böhme (2011), Hans Joas (2013), Jessica Benjamin (2015), Jaan Valsiner (2017), and Ashis Nandy (2019).
The Hans Kilian and Lotte Köhler Center (KKC) regrets the board’s decision, which became necessary for economic reasons. However, we would like to thank the Köhler Foundation very much for the extraordinarily productive cooperation in this matter and for the trust placed in us. We are looking forward to our further cooperation in many other matters.


The work of the prize committee and the jury, the prize ceremony and the associated prizewinner’s colloquium were coordinated by the KKC. We are grateful that, through these activities, we were able to contribute not only to the reputation of the scientists honoured for their outstanding academic life achievements, but also to the reputation of the Ruhr-University Bochum, its Faculty of Social Sciences, and the Köhler Foundation.


The KKC will continue to support the promotion of excellent social and cultural scientists in the future and will find creative ways to develop new initiatives in this regard.
 

In January 2020
Prof. Dr. Jürgen Straub and Dr. Pradeep Chakkarath
(Co-Directors of the KKC)

 


 

Hans-Kilian-Preis 2019

Der Hans-Kilian-Preis 2019 wurde Ashis Nandy, dem international renommierten Psycho-logen, Psychoanalytiker, Soziologen und Mitbegründer der Postcolonial Studies zuerkannt.

Nandy Priesverleihung

Mit der Vergabe des 5. Hans-Kilian-Preises an den indischen Wissenschaftler würdigte das Preiskollegium der Köhler-Stiftung ein wissenschaftliches Lebenswerk, in dem vielfältige Felder sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschung kreativ und interdisziplinär bearbeitet werden. Besondere Beachtung verdiente dabei Ashis Nandys Bemühung, genuin westliche Theorietraditionen wie die Psychoanalyse für einen nicht-westlichen Kontext so zu adaptieren, dass fruchtbare Analysen der indischen Gesellschaft und ihrer nachwirkenden Kolonialerfahrungen möglich werden. Darüber hinaus würdigte die Köhler-Stiftung das Wirken des Preisträgers als eines weltweit gehörten, öffentlichen und mitunter durchaus streitbaren Intellektuellen, der es immer wieder vermag, mit seiner wissenschaftlichen Arbeit auch nachhaltige politische Debatten anzuregen - ganz im Geiste von Hans Kilian, nach dem der Preis benannt ist.

Die öffentliche Verleihung des 5. Hans-Kilian-Preises an Prof. em. Dr. Ashis Nandy fand am 9. Mai 2019 an der Ruhr-Universität Bochum statt.

 


 

Hans-Kilian-Preis 2017

Der Hans-Kilian-Preis 2017 wurde an den Kulturpsychologen Jaan Valsiner von der Universität Aalborg verliehen.

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Von links nach rechts: Dr. Heinz-Rudi Spiegel (Vorstandsmitglied der Köhler-Stiftung, Vorsitzender des Kuratoriums für den Hans-Kilian-Preis) Prof. Dr. Jaan Valsiner (Preisträger), Prof. Dr. Wolfgang Mertens (Vorstandsvorsitzender der Köhler-Stiftung)

 

Das Preiskollegium der Köhler-Stiftung  würdigt mit Jaan Valsiner einen vielfältig tätigen und international renommierten Wissenschaftler, dessen breite Bildung, undogmatische Offen-heit und außergewöhnliche Produktivität die Kulturpsychologie der letzten Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst und geprägt haben.

Die feierliche Verleihung des vierten Hans-Kilian-Preises fand am 28. April 2017 im Veranstaltungszentrum der RUB statt.

Weitere Informationen finden sich hier: http://www.hans-kilian-preis.de/

 


 

Hans-Kilian-Preis 2015

Der Hans-Kilian-Preis 2015 ging an die amerikanische Psychoanalytikerin und Sozialtheoretikerin Jessica Rachel Benjamin.

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Jessica Rachel Benjamin (Preisträgerin), Wolfgang Mertens (Vorstandsvorsitzender der Köhler-Stiftung)

 

Geehrt wurde eine Wissenschaftlerin, deren Arbeit vielfältige Themen aus unter-schiedlichen Disziplinen integriert und innovativ fortentwickelt. In ihren Beiträgen zur Kleinkind-, Gender-, Identitäts- und Traumaforschung entwickelt sie einen psycho-analytisch orientierten und facettenreichen Ansatz für die interdisziplinäre Erforschung des Menschen und seiner soziokulturellen Umwelt. In ihrem akademischen Werdegang und Denken vereint sie nationale Wissenschaftskulturen und amerikanische sowie euro-päische, insbesondere deutsche Traditionen der Philosophie, Psychologie und Sozialtheorie.

 

Weitere Informationen zur Preisträgerin finden Sie hier.

Die Preisverleihung fand unter Beteiligung der ersten beiden Preisträger, Hartmut Böhme und Hans Joas, am 24. April 2015 an der Ruhr-Universität Bochum statt.

Hier finden Sie Einladung und Programm Hans-Kilian-Preis 2015 als PDF.

 

Hier gelangen Sie zu einer Bildergalerie der Preisverleihung.

 


 

Hans-Kilian-Preis 2013

 

Preisträger:
Prof. Dr. Hans Joas
Professor für Soziologie und Social Thought an der
University of Chicago; Permanent Fellow am Freiburg
Institute for Advanced Studies

 

Preisverleihung:
20. Juni 2013 an der Ruhr-Universität Bochum

Hans-Kilian-Preis-2013

Lotte Köhler (Stifterin), Hans Joas (Preisträger), Ambros Schindler (Vorstandsvorsitzender der Köhler-Stiftung)

 

Hier gelangen Sie zu einer Bildergalerie der Preisverleihung.

 


 

Hans-Kilian-Preis 2011

Preisträger:
Prof. Dr. Hartmut Böhme
Professor für Kulturtheorie & Mentalitätsgeschichte Humboldt-Universität zu Berlin

 

Preisverleihung:
06. Mai 2011 in der Technischen Universität Darmstadt

Hans-Kilian-Preis-2011

Hartmut Böhme (Preisträger), Lotte Köhler (Stifterin), Ambros Schindler (Vorstandsvorsitzender der Köhler-Stiftung)

 

Hier gelangen Sie zu einer Bildergalerie der Preisverleihung.